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Baureihe 218

Ulmer 218er in zwei unterschiedlichen Lackierungsvarianten im August 2008. Aufnahme: Christoph Eßlinger

Geschichte

Mit der Baureihe 218 sollte die Beschaffung von Großdieselloks bei der Deutschen Bundesbahn in den 1970er Jahren ihr Ende finden. Zunächst lieferte Krupp im Jahr 1968 12 Prototypen (218 001 – 218 012). Die Hauptlieferung, die 1971 mit 218 398 begann und 1979 mit 218 499 endete, umfasste 398 Maschinen, die von Krupp, Henschel und MaK gebaut wurden. Nach einem Versuch der DB, bei dem einige Loks der BR 218 mit Gasturbinen ausgestattet und als 210 umgezeichnet wurden, wurden diese Maschinen nach dem Ausbau der Gasturbinen als 218.9 (218 901 – 218 908) umgezeichnet. Die 218 401, 218 402 und 218 403 erhielten eine digitale Wendezugsteuerung.

Die BR 218 ist mit verschiedenen Motortypen mit entweder 12 oder 16 Zylindern ausgestattet. Anstelle eines Dampfheizkessels wie bei dem Vorgängerbaureihen ist ein Generator für die elektrische Zugheizung vorhanden, welcher durch den Hauptdieselmotor betrieben wird. Alle Loks besitzen eine hydrodynamische Bremse, wodurch die 218 steilstreckentauglich ist. Auch eine Vielfachsteuerung ist eingebaut.

Technische Daten

Achsformel: B' B'
Länge über Puffer: 16,4 Meter
Dienstmasse: 79,5 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Anfahrzugkraft: 235 kN
Zugheizung: Elektrisch

Markantes / Wissenswertes

Bei Eisenbahnern ist die Baureihe 218 für ihren markanten Sound des Abgasturboladers und des Motors bei der Anfahrt sowie für die V-Förmige, oft sehr große Rußwolke bei der Anfahrt bekannt.

Hier können Sie dem Sound der 218 lauschen:

Eine 218 wird gestartet

Eine 218 beschleunigt

Eine 218 wird ausgeschaltet

Auch die einzelnen Lackierungsvarianten sind sehenswert, wenngleich sie sich in den meisten Fällen kaum von denen der anderen Baureihen unterscheiden. Waren die 218er in ihrer Anfangszeit bordeauxrot lackiert, wurden sie in ihrer Glanzzeit (1970er Jahre) wie die übrigen Diesel- und E-Loks in ozeanblau-beige lackiert. Störend war hierbei logischerweise der extreme Abgasausstoß, weshalb die beigen Flächen oft sehr schnell verschmutzten. Die Dachpartie wurde deshalb ab 1976 grau lackiert. Ab 1986 wurde mit der orientroten Lackierung wieder ein Teil des ursprünglichen Aussehens hergestellt, ab 1996 mit der verkehrsroten Lackierung. Die beiden jüngsten Lackierungsvarianten wurden dabei von Eisenbahnfreunden begrüßt. Eine Ausnahmeerscheinung war lange Zeit 218 217, die von 1974 bis 2002 anstelle von ozeanblau-beige in den TEE-Farben rot-beige verkehrte. Eine weitere Ausnahme war 218 473, die von 2001 bis 2005 im Auftrag der Firma Märklin als "König Ludwig"-Lok lief und blau lackiert war. Für den Citybahn-Betrieb zwischen Köln und Gummersbach wurden 10 Loks der BR 218 reinorange-kieselgrau lackiert, die so von 1987 bis 1996 fuhren. 218 416 und 218 418 trugen die Farben des DB-Touristikzuges, mittlerweile laufen die Loks jedoch ebenfalls in verkehrsrot.

Um der Verschmutzung der Loks vorzubeugen, wurden die Loks der BR 218 ab den 1970er Jahren mit den markanten Abgashutzen auf dem Dach ausgestattet.

Einsatzgebiete in Baden-Württemberg

Die BR 218 ist sowohl im BW Ulm beheimatet, im BW Karlsruhe endete 2009 die 218er-Ära.

Das Einsatzgebiet der Karlsruher 218er war durch die Übernahme der Murgtalbahn durch die AVG stark geschrumpft. Die verbliebenen Maschinen kamen bis ins Jahr 2009 noch vereinzelt vor den RegionalExpressen Karlsruhe Hbf - Neustadt (Weinstraße) zum Einsatz, obwohl diese planmäßig mit 612ern gefahren werden. Vor der Elektrifizierung der Elsenztalbahn übernahmen die Karlsruher 218er auch alle RE-Leistungen Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Sinsheim - Heilbronn Hbf.

Für 218-Liebhaber ist in Ulm dagegen noch einiges geboten. Hier sind die Loks vor allen InterRegioExpressen von Stuttgart nach Lindau anzutreffen, die diese Züge ab Ulm bespannen. Dabei kommen aufgrund der Doppelstockwagen ausschließlich 218er der 4. Bauserie zum Einsatz. Vor den RegionalExpressen nach Kempten sowie den RegionalBahnen nach Memmingen sind die Loks ebenfalls noch ein vertrautes Bild. Vereinzelt kommen die Loks bei Ausfällen von Triebwagen auch noch nach Crailsheim oder sogar durchs Donautal nach Neustadt (Schwarzw). 

Besondere 218er-Leistung in Ulm ist das tägliche IC-Zugpaar Münster - Innsbruck, das zwischen Ulm und Lindau mit einer Doppeltraktion 218er bespannt wird.  

Erwähnung verdient übrigens die Ulmer 218 156, die deutschlandweit die letzte aktive orientrote 218 war. Die Abstellung der Maschine erfolgte Ende Januar 2009.

Bildergalerie

Hier finden Sie Aufnahmen vom 218-Einsatz in Baden-Württemberg. Unter der Rubrik "Bahnbilder" finden Sie bei der Galerie "V 160-Historie" zudem zahlreiche historische Bahnbilder vom Einsatz der V 160-Baureihen. Zum Vergrößern bitte das gewünschte Bild anklicken. Alle Aufnahmen: Christoph Eßlinger 

Am bewölkten und doch sonnigen 14. August 2010 wartet 218 431 mit ihrem IRE nach Lindau Hbf in Aulendorf auf das Abfahrtssignal. 

Am warmen, sonnigen 05. Juni 2010 erreicht 218 443 mit ihrem IRE den Bahnhof Biberach (Riß).

218 438 am 29. Mai 2010 mit ihrem IRE nach Stuttgart Hbf bei der Durchfahrt von Langenargen. Im Jahr 2010 wurde der samstägliche Umlauf nicht mehr mit einem ehemaligen CNL-Fahrradwagen gefahren. 

Nachschuss auf 218 427, die am 27. Mai 2010 bei Niederbiegen auf der Südbahn mit ihrem InterRegioExpress in Richtung Norden rauscht. 

In Gegenrichtung beschleunigt 218 438 am selben Tag aus dem Ravensburg hinaus gen Süden in Richtung Bodensee. 

Am bedeckten 26. Mai 2010 beschleunigt 218 496 mit ihrem InterRegioExpress Wasserburg am Bodensee in Richtung Stuttgart.

Am selben Tag wurde 218 443 am Einfahrsignal von Enzisweiler verewigt. 

218 475 am 26. Mai 2010 mit ihrem RegionalExpress Augsburg - Memmingen - Kißlegg - Hergatz am Endpunkt ihrer Reise. 

Zwar entstand diese Aufnahme auf bayrischem Terrain, nämlich zwischen Hergatz und Lindau, jedoch durchfährt der EuroCity 192 auf seiner Fahrt von München Hbf nach Zürich HB auf der KBS 971 zwischen Tannheim und Wangen auch württembergisches Gebiet. Am 26. Mai 2010 besorgte die 218 437 als Solotraktion die Leistung. Mittlerweile hatte sich auch das Wetter gebessert.

Knapp ein Jahr später scheint von dieser Welt nicht mehr viel vorhanden zu sein; schon hängt der Fahrdraht, ab Dezember verkehrt die S-Bahn Rhein-Neckar mit Elektrotriebwagen. Die 218 wird hier dann nicht mehr anzutreffen sein. Meckesheim, 30. Juli 2009.

Am 22. August 2008 schien die Welt der BR 218 auf der Elsenztalbahn noch in Ordnung zu sein, als 218 480 mit ihrem RegionalExpress von Mannheim Hbf nach Heilbronn Hbf auf die entgegenkommende RegionalBahn wartet.

Die deutschlandweit letzte orientrote 218 war die Ulmer 218 156, die hier mit Schwesterlok 218 204 auf den InterCity nach Innsbruck Hbf wartet (Ulm Hbf, 06.08.2008). Die Lok wurde im Januar 2009 abgestellt und zerlegt.

218er-Freunde kommen im Ulmer Hauptbahnhof aufgrund des regen Verkehrs nach Friedrichshafen sowie ins Allgäu noch immer auf ihre Kosten. Hier hat soeben 218 406 den IRE von Stuttgart nach Lindau von einer 146 übernommen und wird nach kurzem Aufenthalt auf der Südbahn zeigen können, was in ihr steckt (Ulm Hbf, 06.08.2008).

Mit den üblichen Rußfahnen aus den Abgashutzen und kreischendem Turbolader macht sich 218 446 am 06. August 2008 aus dem Ulmer Hauptbahnhof auf den Weg nach Kempten.

Bei miesem Wetter treffen sich 218 479 und 218 477 mit ihren RegionalExpressen aus bzw. nach Mannheim Hbf am 12. August 2008 im Heilbronner Hbf.

218 479 am regnerischen 12. August 2008 mit ihrem RegionalExpress nach Mannheim Hbf in Heidelberg Hbf.

218 427 mit dem IRE nach Lindau Hbf.

Einiges los war am 04. August 2008 in Friedrichshafen. Ganz rechts steht 218 183 mit ihrer RB aus Friedrichshafen Hafen, daneben die bereits oben fotografierte 218 438, die den IRE von Lindau nach Stuttgart bespannt und wiederum daneben 218 427, die den Gegenzug nach Lindau führt. Hier nicht sichtbar ist, dass dem IRE nach Lindau am anderen Zugende eine weitere 218 vorgespannt war.

218 163 mit einer unbekannt gebliebenen Schwesterlok und dem InterCity von Münster nach Innsbruck. Dieser Zug besitzt einen interessanten Zuglauf: Ab Ulm geht es per Dieseltraktion über die Südbahn, anschließend über die Bodensee-Gürtelbahn nach Lindau und von dort aus mit einer ÖBB 1144 weiter nach Innsbruck.

Am 01. August 2008 verlässt 218 496 mit ihrem IRE nach Lindau den Bahnhof Aulendorf.

In Gegenrichtung kam kurz darauf die schiebende 218 438 zum Stehen, die den IRE bis Ulm Hbf führen wird. 

Im Jahr 2008 wurde beim IC-Zugpaar "Allgäu" von Dortmund nach Oberstdorf und zurück planmäßig in Ulm Hbf kein Lokwechsel vorgenommen, sodass die 218er, die den Zug auf der nichtelektrifizierten Strecke zwischen Oberstdorf und Ulm beförderten, bis Stuttgart Hbf am Zug blieben. Hier durchfährt der InterCity von Oberstdorf nach Dortmund Hbf den Bahnhof Geislingen (Steige), bespannt mit 2 unbekannt gebliebenen 218er. 

Für Abschleppdienste auf der Steilstrecke Baiersbronn - Freudenstadt hinterstellte die DB im Jahr 2007 die Karlsruher 218 478, die hier am 30. März 2007 in Freudenstadt wartet.

Seit dem 12.12.2004 fahren in Lauda planmäßig keine 218er mehr. Dennoch ist diese Lok dort nach wie vor bei Rangierarbeiten anzutreffen. Hier steht eine unbekannt gebliebene 218 im Jahr 2006 auf den Abstellgleisen.